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Heike Mikschofsky: »Gentechnik spielt heute eine zentrale Rolle."
14.07.2010

Dr. Heike Mikschofsky forscht an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Uni Rostock. Die junge Wissenschaftlerin organisiert Workshops zur Gentechnik: »Mein Ziel ist es, statt von einem emotionalen zu einem kritischen, aber sachlichen Diskurs anzuregen."

Der Großteil der Bürger verfüge ganz klar über zu wenig Kenntnisse auf diesem Gebiet, so die Wissenschaftlerin: »Viele wissen gar nicht, was Gentechnik ist", sagt Mikschofsky. »Es steckt zum Beispiel ganz viel DNA in einer Banane." Mit einfachen Experimenten versucht die Rostocker Wissenschaftlerin den Seminar-Teilnehmern die komplexe Materie nahe zu bringen.

Gentechnik ist aus dem heutigen Alltag kaum mehr wegzudenken. »Beim Vaterschaftstest nutzen wir beispielsweise solche Methoden", klärt Mikschofsky auf. Gentechnik komme auch zum Einsatz, wenn man beim Pflanzenanbau frühzeitig Krankheiten feststellen möchte. »Gentechnische Methoden spielen zu 100 Prozent eine Rolle im täglichen Leben." Ein wenig anders ist es bei gentechnisch veränderten Organismen. »Damit kommen wir meist nur indirekt in Berührung - aber auch täglich." Als Beispiel nennt sie Mikroorganismen in der Nahrung oder bei Reinigungsmitteln im Haushalt. »Überall dort, wo Enzyme eine Rolle spielen." Die Gentechnik spiele heute eine zentrale Rolle. »Bei unserem Lebensstandard ist sie nicht mehr wegzudenken", sagt Mikschofsky. Während sie in der Nahrungsmittelindustrie zu 100 Prozent verankert sei, spiele sie bei der Pflanzenzucht noch eine untergeordnete Rolle. In der Arzneimittelherstellung ist die Gentechnologie »sehr wichtig". Mikschofsky ist auf diesem Gebiet Profi. Ihre Promotion hat sie zur Impfstofferzeugung geschrieben. »Alle Produkte des Alltags kommen auf die eine oder andere Weise mit gentechnischen Verfahren in Berührung."

Zur Frage der Gefahr sagt Mikschofsky: »Die Gentechnik ist doch nur ein Verfahren - das allein kann nicht gefährlich sein." Die Produkte, die dadurch entstehen, muss man bewerten. Sie vergleicht es mit dem Buchdruck. »Die Methode selbst ist nicht gefährlich, aber man kann schädliche Bücher machen."

Verbot: Sperren gegen den Fortschritt

Doch auch für Mikschofsky hat die Gentechnik ihre Grenzen. »Wenn ich eine Pflanze herstelle, die negative Eigenschaften hat und beispielsweise viele Allergien auslöst, entwickele ich diese nicht weiter." Durch die Züchtung mittels Gentechnik greife man nicht anders in die Natur ein, als der Mensch es sowieso macht.

»Die Unterschiede zwischen den konventionellen Methoden und der Gentechnik sind nicht so groß." Nur die Qualität habe sich verändert. Mikschofsky stellt klar: »Klonen hat nichts mit Gentechnik zu tun." Wer sich generell gegen diese Technologie in der Landwirtschaft entscheide, versperre sich gegen Fortschritt im Allgemeinen. »Beim Handy wusste man vorher auch nicht genau, ob es gefährlich ist oder nicht."

Matthias Bannert

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11
Kommentare insgesamt

14.07.2010 22:13
Gast
Stimme ich voll und ganz zu.
PRO Gentechnik

Stefan B.
15.07.2010 07:08
reg. Mitglied
Gentechnik ist bis heute nur Trial and Error. Wir verhalten uns derzeit noch wie Babys, die versuchen Bauklötzer mit verschiedenen Förmchen durch verschiedene Löcher zu stopfen! Wir sehen was passiert, wenn wir etwas tun. Warum das jeweils passiert wurde bisher jedoch noch nicht verstanden.
Effekte auf genetische Veränderungen eines Organismus sind vorher demnach nicht planbar und müssen erst im Nachhinein aufwändig erforscht werden. Ob die große, einfach anzubauende und durch Schädlinge kaum verwüstliche Kartoffel nicht vielleicht auch noch Krebs auslöst? ... Mal gucken!

Daher: Forschen? Ja sicher! Anwendung auf Lebensmittel? Bloß nicht!

15.07.2010 11:37
Gast
So ein Schwachsinn. Ich koche vor Wut. Ihr habt keine Ahnug, was hier eigentlich für Schwachsin steht. Da könnte genausogut stehen, "benutzt radioaktive Zahnpasta, dann strahlen eure Zähne".

Und zum Thema: "»Beim Handy wusste man vorher auch nicht genau, ob es gefährlich ist oder nicht." ... Ach ja? Komisch inzwischen weiß man, dass es gefährlich ist, geändert wird an der Technik trotzdem nichts. Denn da wir echt absolut überbevölkert sind, ist es ein positiver Nebeneffekt, dass dadurch viel mehr Leute krank werden und sterben.

Und das ein Asozialer mit dem Namen Berufskampftrinker das gut findet, sollte euch allen zu denken geben. Denn genau darum geht es. Das dumme Leute wie der dazu "Ja" sagen und dann an der Scheiße verrecken.

http://www.youtube.com/watch?v=37fpiU3NOC8

15.07.2010 13:16
Gast
und wieder so ein verkappter infokrieger

Denn da wir echt absolut überbevölkert sind, ist es ein positiver Nebeneffekt, dass dadurch viel mehr Leute krank werden und sterben.

fang bitte gleich bei dir damit an

15.07.2010 14:22
Gast
Was fällt dir ein mich persönlich anzugreifen, XingAnimal?
Nur weil jemand nicht deiner Meinung ist? Sorry, aber das ist erbärmlich und Intollerant und somit hast du in deinem Text eher dich selber beschrieben als mich

15.07.2010 14:33
Gast
keep cool ... ich denke mal, dass unser junger krieger sich damit für einen freiflug qualifiziert hat ...

Stephan Chudowski
16.07.2010 16:10
Moderator
Dass sich manche aber auch partout nicht benehmen können. Tzz.

Grüße vom Spion-Team, Stephan

Patrick Miehlke
17.07.2010 03:41
reg. Mitglied
Es wird unser Untergang sein, wenn wir uns weiter in den natürlichen Kreislauf einmischen. Die Gentechnik, vorallem in der Landwirtschaft wie
z. B. Genmais, dient dazu, dass diese Pflanzen eine unnatürliche Abwehr gegen sogenannte "Schädlinge" entwickeln, dabei passiert auf dieser Welt nichts, was keinen Sinn ergeben würde, aber der Mensch muss sich ja überall einmischen.

Stefan B.
17.07.2010 18:35
reg. Mitglied
Im Ton hat er sich wohl vergriffen. ... Aber dass deswegen direkt das Profil gelöscht wird, ist ja mal hochgradig lächerlich. Ich hoffe, dass der sich noch anderes hat zu Schulden kommen lassen. Ansonsten lässt diese Form des Umgangs mit Nutzern echt tief blicken.

Zum Thema: Klar mischen wir uns ein. Das tun wir aber nicht erst seit 10 Jahren. Darüber kann man auch denken wie man will. Fakt ist jedoch: dieser Planet und mit ihm auch das Leben, wird die Menschheit überdauern. So oder so .... Gentechnik wird kaum der Untergang des Abendlandes sein! Es wäre jedoch Irrsinn die Wissenschaft zu blockieren. Gefährlich ist nämlich allenfalls Halbwissen.

Karsten B.
23.08.2010 07:33
reg. Mitglied
WIeso, ihr habt ja recht bis, auf den der da den Freiflug erhalten hat, ich weiß aus gesicherter Quelle, dass die Genmanipulierten Sachen Amflora Kartoffeln, Genmais, usw. Nicht auf natürlichem Wege in die Nahrungskette gelangen.
Ich sitze über Nacht und über Tag auf so einem Feld mit anderen Kollegen, bei Röbel, damit die sogenanten Gengegner nicht auf´s Feld kommen können. Und normale Kartoffeln, mit den dort angebauten und mittler Weile behandelten Kartoffeln vermischen können bzw. das Feld zerstören können. Meint Ihr das macht Spass. Vorallem wenn man die Terminliche Ankündigung einer Großdemo im Internet bekommt, worauf dann Leute aus allen Herren Ländern kommen, Belgien, Holland, England, Russland usw., nur um ein Kartoffelfeld zu stürmen und damit zuzeigen wie schlimm die totgespritzten Pflanzen, doch dem Menschen schädigen. Diese Aktion halte ich für Quatsch, die wollen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, weil sonst keiner über sie redet.
So das mußte mal gesagt werden.
Sollte ich jetzt jemandem mächtig auf die Füße getreten sein, dass war garantiert nicht der letzte Auftritt, auf die selbigen.
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