Im Bett nur Schlafen und Sex
City- & Szenenews
16.02.2010
Schlaf ist wichtig. Und richtiges Schlafen kann man lernen. Laut einer amerikanischen Studie hilft gerade Schmerzpatienten ein gezieltes Verhaltenstraining.
Schlaflosigkeit kann bei Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, durch Verhaltenstraining gelindert werden. Gleichzeitig sinkt damit auch ihr Schmerzempfinden am Tag. Das berichten Forscher der University of Rochester in der Zeitschrift Sleep Medicine.
"Kognitive Verhaltenstherapie ist genauso effektiv für Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen wie Medikamente, manchmal sogar besser", so die Neurophysiologin Carla R. Jungquist, die die Studie geleitet hat.
Schlafschädliches Verhalten korrigieren
Schmerzen sind oft schuld daran, dass Menschen nachts keinen Schlaf finden. Chronische Schmerzen führen jedoch auch oft dazu, dass sich Betroffene in den Schlaf flüchten und selbst dann versuchen zu schlafen, wenn sie nicht müde sind oder wenn sie sich außerhalb des Schlafzimmers befinden. Ein häufiges schlafschädigendes Verhalten ist auch, beim Einschlafen fernzusehen.
Auf die Korrektur genau dieser Verhaltensweisen zielt die Untersuchung der US-Forscher ab. Sie engagierten eine therapeutische Pflegerin, die acht Wochen lang eine Gruppe von 28 Schmerzpatienten im richtigen Schlafen schulte.
Themen waren dabei der Umgang mit Schlafentzug, die Stimuluskontrolle etwa gegenüber Kaffee und Alkohol, Schlafhygiene sowie eine Diskussion über die Gedankenkreise über die katastrophalen Folgen von Schlaflosigkeit, die Schlaflose oft plagen. Aufschluss über die Effizienz der Methode gab das Schlaftagebuch der Probanden, zudem wurden auch Schmerzempfinden und der Gemütszustand gemessen.
Nichts außer Schlafen und Sex
Verhaltenstraining kann für schlaflose Schmerzpatienten den Schlaf erheblich verbessern, so Jungquist. "Die Stunden, die im Bett verbracht werden, sollte man so gut als möglich strukturieren. Negative Gefühle über Schlaf müssen ebenso überwunden werden wie ungesundes Schlafverhalten, worunter auch Gewohnheiten wie Kaffee und Alkohol fallen. Außer Schlafen und Sex sollte man im Bett nichts tun."
Würde man Krankenschwestern entsprechend schulen, dass sie Patienten beraten können, würde dies laut der Forscherin den Zugang zu Verhaltenstherapien deutlich bessern.
(pb / pte)
Schlaf ist wichtig. Und richtiges Schlafen kann man lernen. Laut einer amerikanischen Studie hilft gerade Schmerzpatienten ein gezieltes Verhaltenstraining.
Schlaflosigkeit kann bei Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, durch Verhaltenstraining gelindert werden. Gleichzeitig sinkt damit auch ihr Schmerzempfinden am Tag. Das berichten Forscher der University of Rochester in der Zeitschrift Sleep Medicine.
"Kognitive Verhaltenstherapie ist genauso effektiv für Schlaflosigkeit bei chronischen Schmerzen wie Medikamente, manchmal sogar besser", so die Neurophysiologin Carla R. Jungquist, die die Studie geleitet hat.
Schlafschädliches Verhalten korrigieren
Schmerzen sind oft schuld daran, dass Menschen nachts keinen Schlaf finden. Chronische Schmerzen führen jedoch auch oft dazu, dass sich Betroffene in den Schlaf flüchten und selbst dann versuchen zu schlafen, wenn sie nicht müde sind oder wenn sie sich außerhalb des Schlafzimmers befinden. Ein häufiges schlafschädigendes Verhalten ist auch, beim Einschlafen fernzusehen.
Auf die Korrektur genau dieser Verhaltensweisen zielt die Untersuchung der US-Forscher ab. Sie engagierten eine therapeutische Pflegerin, die acht Wochen lang eine Gruppe von 28 Schmerzpatienten im richtigen Schlafen schulte.
Themen waren dabei der Umgang mit Schlafentzug, die Stimuluskontrolle etwa gegenüber Kaffee und Alkohol, Schlafhygiene sowie eine Diskussion über die Gedankenkreise über die katastrophalen Folgen von Schlaflosigkeit, die Schlaflose oft plagen. Aufschluss über die Effizienz der Methode gab das Schlaftagebuch der Probanden, zudem wurden auch Schmerzempfinden und der Gemütszustand gemessen.
Nichts außer Schlafen und Sex
Verhaltenstraining kann für schlaflose Schmerzpatienten den Schlaf erheblich verbessern, so Jungquist. "Die Stunden, die im Bett verbracht werden, sollte man so gut als möglich strukturieren. Negative Gefühle über Schlaf müssen ebenso überwunden werden wie ungesundes Schlafverhalten, worunter auch Gewohnheiten wie Kaffee und Alkohol fallen. Außer Schlafen und Sex sollte man im Bett nichts tun."
Würde man Krankenschwestern entsprechend schulen, dass sie Patienten beraten können, würde dies laut der Forscherin den Zugang zu Verhaltenstherapien deutlich bessern.
(pb / pte)
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