Frauen schlafen schlechter
City- & Szenenews
11.09.2008
Frauen haben es schwerer im Bett, zumindest, wenn es ums Schlafen geht. Was sie wach hält - und was bei Männern anders ist.
Schlafprobleme plagen in Deutschland doppelt so viele Frauen wie Männer. Das ergab eine gestern vorgestellte Untersuchung des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Demzufolge leiden 25% der Männer unter Schlafstörungen, Frauen sind doppelt so häufig betroffen.
Warum sie keine Ruhe finden
Der Hauptgrund für schlaflose bzw. schlafarme Nächte lag für 54% der betroffenen Männer im Berufsleben. Frauen hingegen gaben private und gesundheitliche Probleme (43% bzw. 40%) als Ursache für unruhigen oder ausbleibenden Schlaf an. Nicht zu vernachlässigen sind allerdings auch banale Gründe: Über einen schnarchenden Partner klagte jede dritte Frau, bei den Männern ist es nicht einmal jeder zehnte, der von seiner Partnerin durch derartigen Lärm belästigt wird.
Problematisch: Selbsttherapie mit Schlafmitteln
Ungefähr 20% der Betroffenen greifen der Befragung zufolge zu Schlaftabletten. Das gebe Anlass zur Sorge, so TK-Psychologe York Scheller: "Es gibt durchaus Situationen im Leben, in denen Schlaftabletten in Abstimmung mit dem Arzt helfen können. Dennoch sollten sie immer nur vorübergehende Begleiter sein." Zwar bessere sich das Schlafproblem zunächst, aber: "Wird das Medikament abgesetzt, ist die Schlafqualität häufig wieder schlechter. Viele greifen dann erneut zu Schlaftabletten - und das kann schnell in einen Teufelskreis führen", so der Psychologe.
Wie viel Schlaf ist gut?
Das Schlafbedürfnis ist individuell verschieden, zudem hängt es nach neuesten Erkenntnissen stark von den Genen ab, ob man "Nachteule oder Frühaufsteher" sei. York Scheller rät, auf den eigenen Körper zu hören und sein Schlafbedürfnis so weit es geht zu berücksichtigen. Allerdings zeige die Studie, dass viel Schlaf nicht unbedingt besser sei. Von den Befragten, die durchschnittlich nur sechs Stunden und weniger schlafen, leidet nur jeder Dritte unter Schlafproblemen - von denen, die mehr als acht Stunden in den Federn liegen, fast jeder Zweite.
(ur)
Frauen haben es schwerer im Bett, zumindest, wenn es ums Schlafen geht. Was sie wach hält - und was bei Männern anders ist.
Schlafprobleme plagen in Deutschland doppelt so viele Frauen wie Männer. Das ergab eine gestern vorgestellte Untersuchung des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Demzufolge leiden 25% der Männer unter Schlafstörungen, Frauen sind doppelt so häufig betroffen.
Warum sie keine Ruhe finden
Der Hauptgrund für schlaflose bzw. schlafarme Nächte lag für 54% der betroffenen Männer im Berufsleben. Frauen hingegen gaben private und gesundheitliche Probleme (43% bzw. 40%) als Ursache für unruhigen oder ausbleibenden Schlaf an. Nicht zu vernachlässigen sind allerdings auch banale Gründe: Über einen schnarchenden Partner klagte jede dritte Frau, bei den Männern ist es nicht einmal jeder zehnte, der von seiner Partnerin durch derartigen Lärm belästigt wird.
Problematisch: Selbsttherapie mit Schlafmitteln
Ungefähr 20% der Betroffenen greifen der Befragung zufolge zu Schlaftabletten. Das gebe Anlass zur Sorge, so TK-Psychologe York Scheller: "Es gibt durchaus Situationen im Leben, in denen Schlaftabletten in Abstimmung mit dem Arzt helfen können. Dennoch sollten sie immer nur vorübergehende Begleiter sein." Zwar bessere sich das Schlafproblem zunächst, aber: "Wird das Medikament abgesetzt, ist die Schlafqualität häufig wieder schlechter. Viele greifen dann erneut zu Schlaftabletten - und das kann schnell in einen Teufelskreis führen", so der Psychologe.
Wie viel Schlaf ist gut?
Das Schlafbedürfnis ist individuell verschieden, zudem hängt es nach neuesten Erkenntnissen stark von den Genen ab, ob man "Nachteule oder Frühaufsteher" sei. York Scheller rät, auf den eigenen Körper zu hören und sein Schlafbedürfnis so weit es geht zu berücksichtigen. Allerdings zeige die Studie, dass viel Schlaf nicht unbedingt besser sei. Von den Befragten, die durchschnittlich nur sechs Stunden und weniger schlafen, leidet nur jeder Dritte unter Schlafproblemen - von denen, die mehr als acht Stunden in den Federn liegen, fast jeder Zweite.
(ur)
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