Feiger Mordanschlag auf Polizisten
City- & Szenenews
20.01.2010
In Greifswald lockten drei Täter zwei Polizisten in eine hinterhältige Falle. Mit einem fingierten Hilferuf wollten sie offenbar ihren Hass auf die Polizei ausleben und die arglosen Opfer mit Brandbeschleunigern töten.
Die Funkstreifenbesatzung des Polizeireviers Greifswald ging einem Notruf nach, der aus einer Telefonzelle in der Makarenkostraße in Greifswald von einem unbekannten Anrufer abgesetzt worden war. Angeblich werde eine Frau von mehreren Personen belästigt.
Als die Polizisten in ihrem Fahrzeug gegen 23.15 Uhr den Zielort erreichten, wurden sie von drei dunkel bekleideten und vermummten Personen angegriffen. Die Täter warfen drei Molotowcocktails, die allerdings ihr Ziel verfehlten. Zwei zerschellten auf der Straße, einer konnte später sichergestellt werden. Die Polizeibeamten blieben glücklicherweise unverletzt. Die Täter konnten unerkannt entkommen.
Spuren im Schnee
Doch die Ermittlungen der Kriminalpolizei Anklam führten schnell zum Erfolg. Neben Hinweisen von Anwohnern aus der Makarenkostraße wiesen den Kriminaltechnikern unter anderem Fußabdrücke im Schnee vor der Telefonzelle, aus der der anonyme Anruf kam, und vor einem Hauseingang den Weg zu den Tätern.
So fanden die Ermittler in einer Wohnung schließlich nicht nur die Personen, die später festgenommen wurden, sondern auch Beweismittel, wie Utensilien zur Fertigung von Molotowcocktails und die Schuhe, deren Sohlenprofile mit den gesicherten Spuren übereinstimmten.
Tötungsabsicht eingeräumt
Die Beschuldigten im Alter von 16, 18 und 23 Jahren räumten nach ihrer Festnahme schnell ihre Tatbeteiligung ein. Während zwei der Tatverdächtigen zum Motiv angaben, dass sie die Polizei nur ärgern wollten, gab der 23-jährige Beschuldigte die Tötungsabsicht zu.
Lorenz Caffier, Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, zeigte sich von der Polizeiarbeit beeindruckt: "Die rasche Ergreifung der Täter innerhalb weniger Stunden ist das Ergebnis zielgerichteter polizeilicher Ermittlungen. Dazu gratuliere ich den Beamten ausdrücklich. Mein besonderer Dank richtet sich an die Einwohner von Greifswald, die den ermittelnden Polizeibeamten zahlreiche Hinweise gaben."
Innenminister forder höhere Strafen
Gleichzeitig drückte er sein Unverständnis für die Tat aus und forderte höhere Strafen: "Wer Polizeibeamte gezielt angreift und sie hierbei zu töten versucht, soll härter bestraft werden und nicht mit Nachsicht oder Milde rechnen können. Ich unterstütze hierbei ganz klar eine Initiative von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, das Strafmaß für solche Angreifer von zwei auf fünf Jahre Haft anzuheben", so der Minister.
(pb)
In Greifswald lockten drei Täter zwei Polizisten in eine hinterhältige Falle. Mit einem fingierten Hilferuf wollten sie offenbar ihren Hass auf die Polizei ausleben und die arglosen Opfer mit Brandbeschleunigern töten.
Die Funkstreifenbesatzung des Polizeireviers Greifswald ging einem Notruf nach, der aus einer Telefonzelle in der Makarenkostraße in Greifswald von einem unbekannten Anrufer abgesetzt worden war. Angeblich werde eine Frau von mehreren Personen belästigt.
Als die Polizisten in ihrem Fahrzeug gegen 23.15 Uhr den Zielort erreichten, wurden sie von drei dunkel bekleideten und vermummten Personen angegriffen. Die Täter warfen drei Molotowcocktails, die allerdings ihr Ziel verfehlten. Zwei zerschellten auf der Straße, einer konnte später sichergestellt werden. Die Polizeibeamten blieben glücklicherweise unverletzt. Die Täter konnten unerkannt entkommen.
Spuren im Schnee
Doch die Ermittlungen der Kriminalpolizei Anklam führten schnell zum Erfolg. Neben Hinweisen von Anwohnern aus der Makarenkostraße wiesen den Kriminaltechnikern unter anderem Fußabdrücke im Schnee vor der Telefonzelle, aus der der anonyme Anruf kam, und vor einem Hauseingang den Weg zu den Tätern.
So fanden die Ermittler in einer Wohnung schließlich nicht nur die Personen, die später festgenommen wurden, sondern auch Beweismittel, wie Utensilien zur Fertigung von Molotowcocktails und die Schuhe, deren Sohlenprofile mit den gesicherten Spuren übereinstimmten.
Tötungsabsicht eingeräumt
Die Beschuldigten im Alter von 16, 18 und 23 Jahren räumten nach ihrer Festnahme schnell ihre Tatbeteiligung ein. Während zwei der Tatverdächtigen zum Motiv angaben, dass sie die Polizei nur ärgern wollten, gab der 23-jährige Beschuldigte die Tötungsabsicht zu.
Lorenz Caffier, Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, zeigte sich von der Polizeiarbeit beeindruckt: "Die rasche Ergreifung der Täter innerhalb weniger Stunden ist das Ergebnis zielgerichteter polizeilicher Ermittlungen. Dazu gratuliere ich den Beamten ausdrücklich. Mein besonderer Dank richtet sich an die Einwohner von Greifswald, die den ermittelnden Polizeibeamten zahlreiche Hinweise gaben."
Innenminister forder höhere Strafen
Gleichzeitig drückte er sein Unverständnis für die Tat aus und forderte höhere Strafen: "Wer Polizeibeamte gezielt angreift und sie hierbei zu töten versucht, soll härter bestraft werden und nicht mit Nachsicht oder Milde rechnen können. Ich unterstütze hierbei ganz klar eine Initiative von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, das Strafmaß für solche Angreifer von zwei auf fünf Jahre Haft anzuheben", so der Minister.
(pb)

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